Autor: Violetta

 

Diese Frage wird mir ziemlich häufig auf meine Berufswunschäußerung, als PR-Managerin zu arbeiten, gestellt. Klar, Public Relations. Das erklärt aber noch lange nicht, was genau hinter der Öffentlichkeitsarbeit steckt – nämlich viel mehr als nur „Blabla“. 

 

Management der Kommunikation

Bei der Öffentlichkeitsarbeit geht es darum, die Kommunikation zwischen Organisationen und der, wie es der Name schon sagt, Öffentlichkeit zu organisieren.  Es gibt viele Arten der PR: Produkt-PR, Finanz-PR, Krisen-PR, Marketingkommunikation, Corporate Communications u.v.m. Die zwei populärsten Bestandteile sind aber externe und interne PR.

Externe PR

Ja, ein PR-Gag, bei dem sich ein Star einen scheinbar ungeplanten Fauxpas erlaubt und deswegen auf jedem Titelblatt der Regenbogenpresse erscheint, gehört auch dazu.  Das Hauptziel der externen PR liegt aber im Aufbau einer Beziehung zwischen Unternehmen und sogenannten Stakeholdern: Kunden, Lieferanten, Journalisten, Medien etc. Das Ziel dabei ist es, den Bekanntheitsgrad und damit auch den Umsatz von Unternehmen zu steigern. Auch Persönlichkeiten können mittels Öffentlichkeitsarbeit Bekanntheit erlangen. Der historische Klassiker: Martin Luther. Schon damals nutzte er die Provokation als PR-Maßnahme, um sich selbst zu annoncieren. Neben etlichen Tabubrüchen (Beharrung auf religiöse Autonomie, Übersetzung des neuen Testaments, 95 Thesen) nutzte Luther sein Talent der bildhaften und verständlichen Sprache, mit welcher er den einfachen Bürger in seinen Bann und gleichzeitig auf seine Seite zog.

Nicht ganz so gut lief es bei Loona und Gina-Lisa, Sternchen der C- bis Z-Kategorie und gern gesehene Gäste im Tratsch-TV der Privatsender. Was haben wir uns gefreut und waren ebenso überrascht, dass sich die Beiden gefunden haben! Der Hochzeit stand nichts mehr im Wege. Dennoch folgte ein paar Monate später die Trennung. Und – abgesehen von ein paar Schlagzeilen – nicht der erhoffte Erfolg.

Gute PR besteht nämlich nicht nur darin, die Aufmerksamkeit zunächst auf ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu lenken, sondern vor allem darin, langfristig Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen. Nur so können angestrebte PR-Ziele erreicht werden. Diese sind, neben der Erhöhung des Bekanntheitsgrades, dem Imageaufbau und damit auch der Neugewinnung von Kunden oder Partnern, die kreative Absetzung vom Mitbewerb sowie die Wahrnehmung des Unternehmens als erste Adresse für die von Kunden gewünschten Dienstleistungen. Auch innerhalb eines Unternehmens ist es wichtig, PR auszuüben und Mitarbeiter zu motivieren. Gelangweilte wie auch planlose Mitarbeiter repräsentieren eine negative Firmenkultur nach außen. Um solche Situationen zu vermeiden, greift man zur internen PR.

Interne PR

Interne PR ist im Gegenzug ein eher stiefmütterlich behandeltes, dennoch aber ein wichtiges Tätigkeitsfeld. Wenn nicht sogar wichtiger als die externe PR. Denn wenn innerhalb einer Firma die Kommunikation nicht funktioniert, ist es in den seltensten Fällen möglich, sich als homogenes und harmonisches Team der Öffentlichkeit zu präsentieren. Teamwork sowie der Aufbau einer Firmenkultur liegen hierbei im Fokus und sprechen sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte an.

„Also Werbung.“ Ein gezogenes Fazit nach meiner mühevoll und ausführlich geleisteten Erklärung.  Und nein – es ist eben nicht Werbung.  Doch das ist wieder ein anderes Thema, auf das ich in meinem nächsten Beitrag „PR vs. Werbung“ näher eingehen werde.

 

Bis dahin!  😉