Autor: Konstanze

Was, schon wieder im Urlaub? Und um 20.30 Uhr oder am Wochenende nicht mehr gewillt, völlig zeitunkritische Anrufe zu beantworten oder Texte zu formulieren? Wo bleibt denn da die Liebe zur Arbeit? Wo der Servicegedanke? Ich sag es Euch gerne!   

Es hat sich so eingeschlichen: Wer etwas auf sich hält, der arbeitet. Immer. 24/7/365/52. Ihr versteht, was ich meine, oder? Da klopft man sich auf die Schulter, weil man im Büro Extra-Zeit abgesessen hat – am Rande: Wie produktiv war‘s wirklich? Da geht man auch zu den unmöglichsten Zeiten ans Telefon, weil das schlechte Gewissen oder das Pflichtgefühl drückt. Macht hier ernsthaft jemand das Smartphone aus? Also so richtig, nicht nur lautlos und Flugmodus?

Ich gebe zu: Ich übe auch noch. Aber eines ist ganz klar: Bei saalto ist Feierabend nicht gleich Arbeitsverweigerung, sondern einfach Teil der viel zitierten „Work-Life-Balance“. Offenbar wird jedoch nur gerne darüber geredet, denn wer die Balance wirklich herzustellen versucht, wird ganz gerne mal in die „Faulpelz“-Schublade gesteckt.

Wir haben etwas dagegen.

Das Argument „Liebe zur Arbeit“ ist ganz einfach gekontert: Ja, jeder bei uns liebt das, was er jeden Tag tut. Aber damit wir uns diese Liebe erhalten, muss man irgendwann auch mal eine Pause einlegen. Wie in einer guten Partnerschaft lassen der PC und wir uns unsere Freiheiten, um uns nicht aufgrund der Dauerbeschallung auf die Nerven zu gehen. Und erinnert Ihr Euch noch: Jedes Kind hat die Sommerferien geliebt – bis etwa zur fünften Woche. Danach hat man sich gefreut, wieder loszulegen und die Kumpels zu sehen.

Wer gut sein will, muss pausieren.

Da ist noch etwas: Aus unserer Sicht kann man vor allem dann gute Arbeit und guten Service leisten, wenn das Hirn regelmäßig neue Impulse und auch mal die Chance bekommt, sich auszuruhen. Beleg? Nachts aufwachen oder kurz vor dem Einschlafen DIE Idee überhaupt zu haben, über der man den ganzen Tag angestrengt gebrütet hat.

Das wirklich Bemerkenswerte ist aber, …

… dass man sich wirklich regelmäßig rechtfertigen oder erklären muss – oder zumindest das Gefühl hat, man müsse es tun. Fakt ist, dass jeder Arbeitnehmer eigentlich nur seinem Arbeitgeber und sich Rechenschaft ablegen muss. Für uns bei saalto gelten daher ein paar ganz einfache Regeln.

  1. Organisiere Deine Arbeitswoche so, dass kein Anlass besteht, jeden Tag bis Ultimo am Schreibtisch zu sitzen.
  2. Nimm Dir Deine (übrigens auch vertraglich zugesicherte) Freizeit, um sie als genau das zu nutzen, was sie ist: freie Zeit! Für Dich und für das, was Dir außer Deiner Arbeit sonst so Vergnügen bereitet.
  3. Steig’ nicht in den Ring der „Ich habe diese Woche wieder 60 Stunden gearbeitet“-Battles. Sie sind überflüssig, anstrengend und albern.
  4. Verteidige Dich nicht dafür, dass Du in den Urlaub, ins Wochenende oder in den Feierabend gehst, wenn Deine Arbeit erledigt ist.
  5. Liebe Deine Kunden, liebe Deinen Job, liebe Deinen Feierabend. Sklavenhaltung ist keine Liebe. 😉

Im Gegenzug sollte allerdings auch klar sein, dass vertraglich vereinbarte Arbeitszeiten auch mal überschritten werden dürfen. Wenn wirklich knappe Deadlines, ein Kunde in einer anderen Zeitzone, Krisenkommunikation oder andere wichtige Dinge auf der Agenda stehen, werden sie auch vor 9 und nach 18 Uhr erledigt.

So, wenn jemand fragt: Ich bin jetzt im Feierabend, gehe kurz zum Sport und dann faul und unproduktiv auf mein Sofa. Und nächste Woche gönne ich mir Urlaub.

#lifesabeach #sorrynotsorry